SPD bei der Freiwilligen Feuerwehr Vilshofen
Von Erika Schwitulla
Vor wenigen Tagen besuchten 15 Mitglieder der SPD-Ortsvereine Vilshofen sowie einige Stadträte zusammen mit Bürgermeister Florian Gams die Freiwillige Feuerwehr Vilshofen, um sich ein Bild von der Arbeit und den Herausforderungen der Feuerwehr zu machen. Im Zentrum des Besuchs standen die Besichtigung des Feuerwehrhauses sowie ein informatives Gespräch mit Kommandant Markus Schütz.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch den ersten Kommandanten, führte dieser die Gäste durch die großzügigen Räumlichkeiten des Feuerwehrhauses, die von Stadt und Landkreis genutzt werden. Die Mitglieder der SPD erhielten einen umfassenden Einblick in die Ausstattung und Organisation der Feuerwehr. „Unser Team besteht aus 53 aktiven Mitgliedern, davon sind 24 Atemschutzträger und neun verfügen über einen Bootsführerschein“, erläutert der Kommandant. Er wisse durchaus, dass auch andere Vereine Nachwuchssorgen haben. „Aber wenn die Feuerwehr nicht genügend Aktive in ihren Reihen hat, dann ist das eine Frage von Leben und Tod!“
Auch die Umkleideräume, Schulungsräume und der Aufenthaltsbereich wurden besichtigt. Schütz erläuterte die Abläufe im Einsatzfall und zeigte auf, wie wichtig die regelmäßige Wartung und Pflege der Ausrüstung für einen reibungslosen Ablauf im Ernstfall ist. „Wir waschen und trocknen die Schläuche von insgesamt 21 verschiedenen Feuerwehren und warten und pflegen die Atemschutzgeräte für 33 Feuerwehren“, berichtete Schütz. Besonders beeindruckte die Teilnehmer die moderne Fahrzeughalle, in der die Einsatzfahrzeuge und technischen Geräte untergebracht sind. „Alles ist sauber und übersichtlich angeordnet“, meinte Susanne Pfisterer anerkennend, sodass bei einem Einsatz jedes Teil sofort griffbereit sei.
Im Anschluss an die Besichtigung informierte Kommandant Markus Schütz die Gäste ausführlich über die vielfältigen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Vilshofen. Neben dem klassischen Brandschutz gehören auch technische Hilfeleistungen, beispielsweise bei Verkehrsunfällen oder Unwettern, sowie Personenrettung mit der Drehleiter zu den Aufgaben der Feuerwehr.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt laut Schütz auf der Nachwuchsgewinnung und der Ausbildung der Mitglieder. Die Feuerwehr ist auf das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, um ihre vielfältigen Aufgaben zuverlässig erfüllen zu können. „Wir erhalten regelmäßig Anfragen von Bürgern, die gerne bei der Feuerwehr mitarbeiten würden“, erzählt er, „aber, wenn ich dann sage, dass nach einer Nacht im Einsatz, der nächste Arbeitstag nicht frei ist, springen viele wieder ab.“ Viel Sorgen mache ihm allerdings, die zunehmende mangelnde Wertschätzung dieser ehrenamtlichen Arbeit seitens mancher Bürger. „Viele wissen gar nicht, dass wir keine Berufsfeuerwehr sind, sondern unser Team aus freiwilligen Kräften besteht, die in vielen Stunden Freizeit ihre Qualifikationen erwerben und nachweisen müssen“.
Während des Gesprächs kamen auch aktuelle Herausforderungen zur Sprache, wie die steigenden Anforderungen an die Ausrüstung sowie die Notwendigkeit, mit neuen Technologien Schritt zu halten. Die SPD-Vertreter zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Feuerwehrleute und signalisierten Anerkennung und Unterstützung.
Bürgermeister Florian Gams bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Vilshofen für 4723 Stunden ehrenamtliche Arbeit und bei Kommandant Markus Schütz für den offenen Austausch. „Euer Engagement ist ein Fundament für unsere Sicherheit“.